Vorlesung

Die Methode „LernTeamCoaching“ in der Veranstaltung Sensorik und Task Planning

Im Wintersemester 2008/09 und 2009/10 wurde im Rahmen der Veranstaltungen Sensorik (Vorlesung) und Task Planning (Vorlesung) die innovative Lehrmethode Lernteamcoaching (im Folgenden kurz LTC genannt) eingesetzt. Die Grundidee dieser Methode der Erarbeitung in Stufen ist, dass die  Studierenden in der Lehre auch die theoretischen Grundlagen aktiv erlernen und dabei durch einen Prozess geleitet werden, ohne frontal unterrichtet zu werden. Die fachliche Betreuung ist lediglich beobachtend und beratend tätig, so dass einzelne Lernteams durch Coaching unterstützt werden.

Der Prozess in der Veranstaltung Sensorik im Wintersemester 2008/09  lief wie folgt ab:

1.    Der gesamte Stoff der Lehrveranstaltung teilte sich in folgende überschaubare und für die Studierenden nachvollziehbare Lerneinheiten auf:

•    Thema 1: „Inertialsensoren“
•    Thema 2: „Abstandssensoren“
•    Thema 3: „Temperatursensoren“
•    Thema 4: „Weg- und Winkelsensoren“
•    Thema 5: „Verformungssensoren

2.    In den ersten Lehrveranstaltungen wurden Gruppen (ca. 8-10 Studierende) gebildet (diese blieben über das gesamte Semester bestehen) und eine Einführung in das Thema Sensorik gegeben (ca. 4 Vorlesungsblöcke).

3.    Alle Studierenden erhielten am Ende eines jeden Themas diverse Quellen bzw. Fachbuch-auszüge, die von den Studierenden in Einzelarbeit bis zur ersten Veranstaltung des Themas durchgearbeitet und ggf. mit Verständnisfragen versehen wurden.

4.    Während der ersten 15 Minuten gab der Dozent eine Einführung in das Thema und klärte Verständnisfragen.

5.    Dann erfolgt eine stille Einzelarbeit (Einlesen in das Thema) für ca. 30 Minuten.

6.    Anschließend arbeiteten die Studierenden dann für 90 Minuten  in ihren festen Gruppen. Sie klärten offene Fragen und formulierten Fragen an den Dozenten. Er war anwesend, hörte aber nur in die Gruppen hinein und gab ggf. Hilfen zur Selbsthilfe.

7.    Während der verbleibenden 45 Minuten erfolgte eine Vorstellung der Ergebnisse (Auswahl einer Moderatorengruppe für je eine Frage per Zufall, Medium der Präsentation (FlipChart + Karten) und eine Diskussion im Plenum. Der Dozent beantwortete Fragen und bewertete die Ergebnisse auf Richtigkeit.

8.    Am Ende jeder LTC-Einheit erfolgte ein ausführliches Feedback und eine mögliche Modifizierung der Methode. Außerdem erhielten die Studierenden einen weiteren Vorberei-tungstext für die nächste Lehrveranstaltung.

Insgesamt werden durch die neue Methode – auch innerhalb der Großgruppe (96 Teilnehmer) sowohl die besonders leistungsstarken als auch die Breite der Studierenden gefördert. Die Didaktik und damit der Lernerfolg der Studierenden standen ganz klar im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Erfolg der Methode zeigte sich in den guten Ergebnissen der Klausur.

Durch eine Evaluation der Lehrveranstaltungen wurde versucht, die Lehre kontinuierlich zu verbes-sern. Dabei wurde bei allen bisherigen Veranstaltung der Prozess der Evaluation der Hochschule Darmstadt durchgeführt. Außerdem wurden Kurz-Feedbacks (Blitzabfrage) nach jeder Lerneinheit durchgeführt.

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